Leistungs- und Spitzensportförderung

1. Grundsätze

Die Zuschüsse nach diesen Richtlinien werden nur im Rahmen der vom Rat der Stadt beschlossenen "Richtlinien der Stadt Duisburg für die Förderung des Sports und der sportlichen Freizeit" (Sportförderungsrichtlinien), den "Grundsätzen über die Gewährung von Zuwendungen der Stadt Duisburg" in den jeweils gültigen Fassungen und im Rahmen der jährlich verfügbaren Haushaltsmittel unter folgenden Voraussetzungen gewährt:

a) Der Sportverein muss eine Mindestmitgliederzahl von 50 nachweisen (maßgebend sind die beim Stadtsportbund gemeldeten Mitglieder).

b) Die Erhebung von zeit- und leistungsgerechten Beiträgen wird erwartet. Die in den jeweils gültigen Förderrichtlinien des Landessportbundes (LSB) geforderten Mindestbeiträge dürfen nicht unterschritten werden.

c) Es wird erwartet, dass der Verein Jugendarbeit betreibt und eine angemessene Anzahl der Mitglieder Jugendliche sind. Der Anteil der Jugendlichen muss grundsätzlich mindestens 25% betragen. Eine Unterschreitung des Jugendanteils hat eine Kürzung des Zuschusses um 25% zur Folge. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Behindertensportvereine.

d) Zuschüsse Dritter müssen in Anspruch genommen werden.

e) Kostenträger muss der Verein sein.

f) Die Teilnahme an einem förderungswürdigen Wettbewerb ist nachzuweisen.

g) Der Verein/die Sportdisziplin muss über den Fachverband als Spitzenverband dem Deutschen

Sportbund (DSB) angehören.
 

2. Förderungswürdige Wettbewerbe

2.1. in der höchsten Leistungsklasse (*s. Anlage)

a) Ligabetrieb der 1. Bundesliga einschließlich Qualifikations-/Relegationsspiele

b) Ligabetrieb der 2. Bundesliga einschließlich Aufstiegs-/Relegationsspiele

c) Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft - Endkampf -, soweit eine Qualifikation Voraussetzung ist

2.2. in der Jugendklasse

1. Spielbegegnungen der höchsten Leistungsklasse des Verbandes der A-, B- und C-Jugend einschließlich der Endspiele um mögliche Zwischentitel im Rahmen der Vorrundenspiele zur Deutschen Jugendmeisterschaft
2. Teilnahme an der Deutschen Jugendmeisterschaft - Endkampf -, soweit eine Qualifikation

Voraussetzung ist

c) Teilnahme an der Ruhr-Olympiade

Zu 2.1. und 2.2. entscheidet der/die Oberbürgermeister/in in besonderen Einzelfällen und in den Fällen, in denen keine Qualifikation zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften erforderlich ist.
 

3. Bemessungsgrundlagen und Höhe der Zuwendung

3.1. Grundlagen für die Bemessung des Zuschusses sind

a) die Entfernungskilometer (Strecke) für die Hin- und Rückfahrt zu den Veranstaltungen

b) eine pauschale Mannschaftsstärke ggfs. inklusive Begleiter, die für jede Sportart festgesetzt wird

c) bei Einzelsportwettbewerben der Sportler und ein Begleiter.

3.2. Die Höhe des Fördergrundbetrages je Entfernungskilometer wird anhand des jährlich bis zum 31.08. festgestellten Antragsvolumens im Verhältnis zu den verfügbaren Haushaltsmitteln festgesetzt.

Der Förderungssatz entspricht

Der Förderungssatz entspricht

1. bei olympischen Disziplinen
(**s. Anlage)

100 % sowohl in der höchsten Leistungsklasse als auch in der Jugendklasse. Eine Ausnahme bildet die Teilnahme an der 2. Bundesliga (Ziff. 2.1.b); hier beträgt der Fördersatz 50%.
2. bei nicht-olympischen Disziplinen 40 % sowohl in der höchsten Leistungsklasse als auch in der Jugendklasse. Eine Ausnahme bildet die Teilnahme an der 2. Bundesliga (Ziff. 2.1.b); hier beträgt der Fördersatz 20%.

Bei Vereinen, deren Jugendanteil weniger als 25 % beträgt, wird der jeweilige Fördersatz um 25 % gekürzt.

3. Für den Transport von Sportgeräten (Ruderboote, Kanus, Segelboote, Pferde, Segelflugzeuge) kann je Verein/Veranstaltung ein Zuschuss in Höhe von 50 EURO bewilligt werden.

3.4. Über Einzelfallentscheidungen ist der Sportausschuss regelmäßig zu informieren.

3.5. Über die Höhe des Fördergrundbetrages sind der Sportausschuss und die Bezirksvertretungen jährlich in Kenntnis zu setzen.

Beschlossen vom Rat der Stadt am 25.06.2001