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Veranstaltungszuschüsse

Richtlinien der Stadt Duisburg für die Förderung von Sportveranstaltungen

 

1. Ziele


Das breit angelegte Angebot zur sportlichen Aktivität hat Duisburg als Sportstadt weit über die Grenzen
Nordrhein-Westfalens hinaus bekannt gemacht. Sportveranstaltungen großen öffentlichen und medialen Interesses sollen in Duisburg zur Weiterführung dieser positiven Darstellung platziert und entsprechend gefördert werden. Durch Präsentation der hochwertigen Duisburger Sportstätten im Veranstaltungsrahmen werden Anreize zur sportlichen Betätigung gefördert und wirtschaftliche Synergien erzeugt. Die städtische Förderung von Veranstaltungen tritt nachrangig ein; Sportvereine und Sportfachverbände haben sich vorrangig an den Kosten zu beteiligen. Umfang und Höhe der Sportförderung orientieren sich an der jeweiligen Finanzkraft der Stadt in Abwägung mit den anderen kommunalen Aufgabengebieten der Daseinsvorsorge. Diese Richtlinien begründen in keinem Fall einen Rechtsanspruch auf Förderung.


2. Aufteilung der finanziellen Mittel


Über die Förderung der Veranstaltungen und Abweichungen der Verteilung entscheidet der Betriebsausschuss DuisburgSport. Vorrangiges Ziel ist es, hochkarätige Veranstaltungen in Duisburg zu platzieren. Durch die Fördermittel für Veranstaltungen soll die Deckung entstandener Defizite erreicht werden.

3. Voraussetzungen und Verfahren


Fördervoraussetzungen


Für eine Förderung müssen alle folgenden Voraussetzungen vorliegen:


a) Die zu fördernde Veranstaltung muss von gesamtstädtischem Interesse und überregionaler Bedeutung sein.


b) Ausrichter muss ein internationaler/ nationaler Sportverband sein oder ein mit internationalem oder nationalem Verband kooperierender Duisburger Sportverein.


c) Die Veröffentlichung von mindestens 2 überregionalen Berichterstattungen der Sportveranstaltung muss nachgewiesen werden (hierzu zählen über die Stadtgrenze reichende Veröffentlichungen von Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie der Printmedien mit einer angemessenen Auflagenhöhe).


d) Die zu erwartende Zuschauerzahl muss eine der Sport- und Veranstaltungsart entsprechende
Besucherzahl erreichen.


e) Die Zuschusshöhe orientiert sich an den durch Werbung, Sponsorengeldern, Zuschauereinnahmen und Startgeldern (jedoch nicht mehr als 50%) generierter Einahmen. Die Veranstaltungsförderung darf 50% der Gesamtkosten nicht übersteigen.


Ausnahmeregelungen zu diesen Förderrichtlinien sind unter 4. beschrieben.


4. Ausnahmeregelungen zur Fördervoraussetzung


a) Die Anzahl der gemeldeten Sportlerinnen und Sportler beträgt pro Veranstaltungstag mindestens 250.

- und/ oder


b) Bei der durch die Verbände organisierten Ausrichtung von internationalen oder Deutschen Jugend-Meisterschaften mit mindestens 50 Sportlerinnen und Sportlern je Veranstaltungstag.


- und/ oder


c) Veranstaltungen von besonderem städtischen Interesse bzw. Kooperationsveranstaltungen mit Partnerstädten.


5. Antragsverfahren


Eine finanzielle Förderung kann grundsätzlich nur gewährt werden, wenn der Antrag schriftlich gestellt wurde. Der Antrag muss eine Aufstellung aller zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben beinhalten. Anträge sind grundsätzlich bis 30. September des Vorjahres zur Veranstaltung an DuisburgSport zu senden.


6. Bewilligungsbedingungen


1. Die bewilligten Mittel dürfen nur entsprechend dem Bewilligungsbescheid verwendet werden. Werden sie ohne Zustimmung von DuisburgSport ganz oder teilweise für andere Zwecke verwendet, so sind sie in entsprechender Höhe zurückzuzahlen. In solchen Fällen ist der zurückzuzahlende Betrag vom Zeitpunkt der Auszahlung an mit 2 v. H. p. a. über dem jeweils geltenden Diskontsatz der Deutschen Bundesbank zu verzinsen, wenn er 100,- € übersteigt.


2. Zuwendungsempfänger müssen eine Buchführung haben oder einen sonstigen Finanznachweis führen, der den allgemeinen Ordnungsgrundsätzen entspricht.
3. Die Zuwendung wir erst ausgezahlt, wenn zur Finanzierung des Förderzweckes gemäß Bewilligungsbescheid ein dringender Kassenbedarf besteht und die sonstigen Finanzierungsmittel (Eigenanteil) verbraucht sind. Auf Antrag können in begründeten Fällen Ausnahmen zugelassen werden. Bei der Auszahlung von Teilbeträgen kann eine Liquiditätsübersicht verlangt werden. Dabei genügt eine nach Einnahme- und Ausgabearten gegliederte summarische Zusammenstellung. Auch für zu früh abgerufene Zuwendungen besteht ein Zinsforderungsrecht von DuisburgSport im Sinne der Ziffer 1, letzter Satz.


4. Die zweckentsprechende Verwendung der Zuwendung ist innerhalb der im Bewilligungsbescheid  genannten Frist nach Abschluss der geförderten Maßnahme nachzuweisen. Der  Schlussverwendungsnachweis ist nach beiliegendem Muster zweifach zu führen.


5. Ergeben sich bei der Schlussabrechnung gegenüber den der Bewilligung zugrundeliegenden Gesamtkosten Einsparungen, so wird die Zuwendung anteilig gekürzt, es sei denn, die Kürzung beträgt weniger als 100,- €. Der zu kürzende Betrag ist vom Zeitpunkt der überhöhten Auszahlung an im Sinne von Ziffer 1, letzter Satz, zu verzinsen.

6. DuisburgSport ist berechtigt, vom Zuwendungsempfänger alle dem Förderzweck betreffenden Akten, Bücher und Belege anzufordern oder bei ihm einzusehen. Der Zuwendungsempfänger ist verpflichtet, jederzeit alle im Zusammenhang mit der Gewährung der Zuwendung erforderlichen Auskünfte zu erteilen.


7. Der Zuwendungsempfänger ist verpflichtet, DuisburgSport über absehbare wirtschaftliche Schwierigkeiten frühzeitig zu unterrichten.


8. DuisburgSport verbindet mit der Zuwendung neben der Förderung des Sports auch die Erwartung, dass eine dem Image der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung DuisburgSport förderliche Veranstaltung durchgeführt wird. Hierzu sind alle Absprachen detailliert mit DuisburgSport, vor Veranstaltungsbeginn zu treffen. Im Einzelnen ist der Zuwendungsempfänger gehalten, dass


• auf allen Werbeträgern/Publikationen (z. B. Plakaten, Programmheften, Handzetteln) das Logo von DuisburgSport eingesetzt und entsprechend der Höhe des Zuschusses in angemessener Art und Weise die Zuwendung herausgestellt wird,
• Publikationen mit DuisburgSport hinsichtlich ihrer Darstellung als Zuwendungsgeber abgestimmt werden,
• das Transparent „DuisburgSport“ am Veranstaltungsort in angemessener Weise eingesetzt wird,

• auf Wunsch die Mitarbeit im Organisationskomitee ermöglicht wird,
• eine Fläche von mindestens 3 x 3 Metern für einen Merchandising-/Infostand von DuisburgSport vorgesehen wird,
• DuisburgSport ein Freikartenkontingent zur Verfügung gestellt wird,
• Repräsentanten der Stadt Duisburg bzw. von DuisburgSport zur Veranstaltung eingeladen werden. Entsprechende Einladungslisten werden zur Verfügung gestellt,
• ein kurzer Abschlussbericht mit Teilnehmerzahlen, Erfolgen und Besonderheiten etc. vorgelegt wird,
• der Einsatz des DuisburgSport-Logos auf Bannern, Plakaten, Programmheften etc. mittels einer Fotodokumentation belegt wird.


7. Verwendungsnachweis


Über alle von der Stadt erbrachten finanziellen Leistungen muss ein Verwendungsnachweis erbracht werden.
Beschlossen vom Rat der Stadt Duisburg am 25.06.2012

 

Leistungs- und Spitzensportförderung

1. Grundsätze

Die Zuschüsse nach diesen Richtlinien werden nur im Rahmen der vom Rat der Stadt beschlossenen "Richtlinien der Stadt Duisburg für die Förderung des Sports und der sportlichen Freizeit" (Sportförderungsrichtlinien), den "Grundsätzen über die Gewährung von Zuwendungen der Stadt Duisburg" in den jeweils gültigen Fassungen und im Rahmen der jährlich verfügbaren Haushaltsmittel unter folgenden Voraussetzungen gewährt:

a) Der Sportverein muss eine Mindestmitgliederzahl von 50 nachweisen (maßgebend sind die beim Stadtsportbund gemeldeten Mitglieder).

b) Die Erhebung von zeit- und leistungsgerechten Beiträgen wird erwartet. Die in den jeweils gültigen Förderrichtlinien des Landessportbundes (LSB) geforderten Mindestbeiträge dürfen nicht unterschritten werden.

c) Es wird erwartet, dass der Verein Jugendarbeit betreibt und eine angemessene Anzahl der Mitglieder Jugendliche sind. Der Anteil der Jugendlichen muss grundsätzlich mindestens 25% betragen. Eine Unterschreitung des Jugendanteils hat eine Kürzung des Zuschusses um 25% zur Folge. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Behindertensportvereine.

d) Zuschüsse Dritter müssen in Anspruch genommen werden.

e) Kostenträger muss der Verein sein.

f) Die Teilnahme an einem förderungswürdigen Wettbewerb ist nachzuweisen.

g) Der Verein/die Sportdisziplin muss über den Fachverband als Spitzenverband dem Deutschen

Sportbund (DSB) angehören.
 

2. Förderungswürdige Wettbewerbe

2.1. in der höchsten Leistungsklasse (*s. Anlage)

a) Ligabetrieb der 1. Bundesliga einschließlich Qualifikations-/Relegationsspiele

b) Ligabetrieb der 2. Bundesliga einschließlich Aufstiegs-/Relegationsspiele

c) Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft - Endkampf -, soweit eine Qualifikation Voraussetzung ist

2.2. in der Jugendklasse

1. Spielbegegnungen der höchsten Leistungsklasse des Verbandes der A-, B- und C-Jugend einschließlich der Endspiele um mögliche Zwischentitel im Rahmen der Vorrundenspiele zur Deutschen Jugendmeisterschaft
2. Teilnahme an der Deutschen Jugendmeisterschaft - Endkampf -, soweit eine Qualifikation

Voraussetzung ist

c) Teilnahme an der Ruhr-Olympiade

Zu 2.1. und 2.2. entscheidet der/die Oberbürgermeister/in in besonderen Einzelfällen und in den Fällen, in denen keine Qualifikation zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften erforderlich ist.
 

3. Bemessungsgrundlagen und Höhe der Zuwendung

3.1. Grundlagen für die Bemessung des Zuschusses sind

a) die Entfernungskilometer (Strecke) für die Hin- und Rückfahrt zu den Veranstaltungen

b) eine pauschale Mannschaftsstärke ggfs. inklusive Begleiter, die für jede Sportart festgesetzt wird

c) bei Einzelsportwettbewerben der Sportler und ein Begleiter.

3.2. Die Höhe des Fördergrundbetrages je Entfernungskilometer wird anhand des jährlich bis zum 31.08. festgestellten Antragsvolumens im Verhältnis zu den verfügbaren Haushaltsmitteln festgesetzt.

Der Förderungssatz entspricht

Der Förderungssatz entspricht

1. bei olympischen Disziplinen
(**s. Anlage)

100 % sowohl in der höchsten Leistungsklasse als auch in der Jugendklasse. Eine Ausnahme bildet die Teilnahme an der 2. Bundesliga (Ziff. 2.1.b); hier beträgt der Fördersatz 50%.
2. bei nicht-olympischen Disziplinen 40 % sowohl in der höchsten Leistungsklasse als auch in der Jugendklasse. Eine Ausnahme bildet die Teilnahme an der 2. Bundesliga (Ziff. 2.1.b); hier beträgt der Fördersatz 20%.

Bei Vereinen, deren Jugendanteil weniger als 25 % beträgt, wird der jeweilige Fördersatz um 25 % gekürzt.

3. Für den Transport von Sportgeräten (Ruderboote, Kanus, Segelboote, Pferde, Segelflugzeuge) kann je Verein/Veranstaltung ein Zuschuss in Höhe von 50 EURO bewilligt werden.

3.4. Über Einzelfallentscheidungen ist der Sportausschuss regelmäßig zu informieren.

3.5. Über die Höhe des Fördergrundbetrages sind der Sportausschuss und die Bezirksvertretungen jährlich in Kenntnis zu setzen.

Beschlossen vom Rat der Stadt am 25.06.2001

Sportförderung - Richtlinien

Richtlinien der Stadt Duisburg für die Förderung des Sports und der sportlichen Freizeit

1. Ziele

"Sport ist ein unverzichtbares Element unserer Gesellschaft. Ihm kommt eine zentrale Bedeutung für das Gemeinwohl in Deutschland und - angesichts eines beschleunigten sozialen Wandels - eine zentrale gesellschaftliche Integrationsfunktion zu" (Kooperationsvereinbarung zwischen DOSB und Deutscher Städtetag).

Der gesellschaftliche, soziale und ökonomische Beitrag des Sports stellt somit einen unentbehrlichen Bestandteil eines funktionierenden Gemeinwesens dar. Träger dieser Entwicklung sind im Wesentlichen die Sportvereine. Mit ihrem jeweiligen Sportangebot erfüllen sie wichtige Aufga-ben der Kommune im Bereich der Integrationsleistung und der Daseinsvorsorge. Damit sie diese Funktion erfüllen können, schafft die Stadt Duisburg eine Basis für die Arbeit der Sportvereine durch Bereitstellung und Unterhaltung von Sportanlagen, die Förderung von vereinseigenen Sportanlagen sowie die Gewährung von weiteren Zuschüssen.

Die Sportförderrichtlinien orientieren sich am Sport-entwicklungsplan.

Die städtische Sportförderung ist dahingehend ausgerichtet, dass vorrangig der Breitensport, aber auch Leistungs- und Spitzensport angemessen berücksichtigt wird. Die Gleichstellung von Frau und Mann ist zu beachten.

Die finanzielle Sportförderung der Stadt tritt nachrangig ein; Sportvereine und Sportfachverbände haben sich vorrangig an den Kosten zu beteiligen.

Verbrauchsabhängige Kosten (z.B. Abfall, Schmutzwasser oder Energiekosten) sind ausdrücklich vom Verursacher zu begleichen.

 

2. Grundlagen

2.1. Gesetzliche Regelungen

Die Unterstützung und Betreuung örtlicher Sportvereine durch die Stadt haben ihre Grundlage in der Landesverfassung NRW (Art. 18 Abs. 3: "Sport ist durch Land und Gemeinde zu pflegen und zu fördern") und in der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (§ 1 "Förderung des Wohls der Einwohner", § 7 "Satzungsrecht", § 37 "Aufgaben der Bezirksvertretungen in den kreisfreien Städten", u. a.) Die Bezirksvertretungen entscheiden im Rahmen dieser Richtlinien.

2.2. Empfehlungen des Deutschen Sportbundes

Maßnahmen der Sportförderung orientieren sich an den allgemein gültigen Regelungen, Empfehlungen und Richtlinien des Deutschen Sportbundes und seiner Verbände.

2.3. Anspruch

Diese Richtlinien begründen keinen Rechtsanspruch.
 

3. Voraussetzungen und Verfahren

Umfang und Höhe der Sportförderung orientieren sich am Sportentwicklungsplan, vertraglich geschlossenen Vereinbarungen sowie der Finanzkraft der Stadt. Gefördert wird in Abwägung mit anderen kommunalen Aufgabengebieten der Daseinsvorsorge.

3.1. Fördervoraussetzungen

Für eine Förderung müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:

3.1.1. Der Sportverein muss Mitglied beim Stadtsportbund, sowie einem dem Landessportbund an-geschlossenen Fachverband sein.

3.1.2. Die Erhebung von zeit- und leistungsgerechten Beiträgen wird erwartet. Die in den jeweils gültigen Förderrichtlinien des Landessportbundes NRW (LSB) geforderten Mindestbeiträge dürfen nicht unterschritten werden.

3.1.3.
Es wird erwartet, dass der Verein Jugendarbeit betreibt und eine angemessene Anzahl der Mitglieder Jugendliche sind. Der Anteil der Jugendlichen muss grundsätzlich mindestens 25 % betragen. Eine Unterschreitung des Jugendanteils hat eine Kürzung des jeweiligen Zuschusses um 25 % zur Folge. Als Jugendlicher gilt, wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Ausgenommen von dieser Regelung sind die Behindertensportvereine. Andere Ausnahmen unterliegen der Einzelfallentscheidung des Oberbürgermeisters/ der Oberbürgermeisterin.


3.1.4. Die Gemeinnützigkeit des Vereins muss vom Finanzamt anerkannt sein.

3.1.5 Zuwendungen Dritter müssen vorrangig in Anspruch genommen werden. Mögliche Sperrfristen Dritter werden zu Lasten des Vereins angerechnet.

3.2. Anspruchsberechtigte

Gefördert werden können nur Amateursportvereine oder Amateurabteilungen von Sportvereinen, die dem Stadtsportbund Duisburg angehören sowie die Sportschule Wedau. Die Förderung von Sportfachverbänden ist nur durch besonderen Beschluss des Betriebsausschusses DuisburgSport möglich.

3.3. Antragsverfahren

Eine finanzielle Förderung wird grundsätzlich nur gewährt, wenn der Antrag schriftlich vor Beginn der Maßnahmen gestellt wurde.

3.4. Verrechnung

Die Stadt ist berechtigt, anstehende Zahlungen an den Sportverein mit städtischen Forderungen zu verrechnen. Der Antragsteller wird davon schriftlich unterrichtet.

3.5. Verwendungsnachweis

Über alle von der Stadt erbrachten Leistungen muss ein Verwendungsnachweis erbracht werden. Zulässige Ausnahmen sind in den Richtlinien erfasst.
 

4. Zuschüsse an Vereine mit Sportstätten

Die Bewirtschaftung der Sportanlagen durch die Vereine stellt eine erhebliche Entlastung für die Stadt dar. Deshalb unterstützt die Stadt die Vereine durch die Zahlung von Zuschüssen.


4.1 Zuschüsse an Sportvereine mit übergebenen Sportstätten (Pauschalzuschüsse)

Zuschüsse für die Betreibung von Sportstätten werden gewährt:

- an Sportvereine, die eigene Sportanlagen (ehemalige Bezirkssportanlagen) im Stadtgebiet Duisburgs betreiben.

Pauschal- und Platzpflegezuschüsse sind vertraglich geregelt.

Ein jährlicher Verwendungsnachweis wird nicht gefordert; der vertraglich vereinbarte Zustand der Anlagen und die zweckgemäße Verwendung der Zuschüsse werden jedoch im Rahmen einer jährlichen Begehung überprüft. Auf Anforderung hat der Verein Belege der letzten 5 Jahre vorzulegen, aus denen die Kosten wie Abgaben, Gebühren etc. ersichtlich sind.


4.2 Zuschüsse an Sportvereine mit gepachteten städtischen Sportstätten oder angemieteten Gebäuden und Räumlichkeiten (Unterhaltungskosten)

An Sportvereine werden städtische Grundstücke zur sportlichen Nutzung auf der Grundlage der Rah-menbedingungen zum Abschluss von Pachtverträgen verpachtet. Der Abschluss von Erbbaurechtsverträgen ist möglich.

Bei den Vereinen und Verbänden, die nicht überwiegend sportliche Zwecke in ihre Satzung aufgenommen haben, kann aufgrund von Einzelbeschlüssen des Betriebsausschusses DuisburgSport ent-schieden werden, dass Zuschüsse auch an Vereine gezahlt werden können, die nicht unter 4.1. be-schrieben sind.

Unterhaltungskostenzuschüsse basieren auf keiner vertraglichen Regelung und sind somit freiwillige Leistungen. Gewährt werden können Zuschüsse zur Unterhaltung sportlich genutzter Flächen.


4.3 Zuschüsse zur Förderung des Leistungs- und Spitzensports

Die Stadt Duisburg fördert den Leistungs- und Spitzensport. Umfang und Höhe einer möglichen Förderung orientieren sich am Sportentwicklungsplan, vertraglich geschlossener Vereinbarungen, sowie der Finanzkraft der Stadt in Abwägung mit anderen kommunalen Aufgabengebieten der Daseinsvorsorge.

Auf die gesonderten Richtlinien der Stadt Duisburg zur Förderung des Leistungs- und Spitzensports wird verwiesen.

4.4 Breitensport

Die Stadt Duisburg sieht in der Einrichtung von Sportkursen im Rahmen des Bildungsplanes des Lan-dessportbundes und weiteren Projekten des Breitensportes eine wichtige Aufgabenstellung des Stadt-sportbundes. Die Projekte des Breitensportes und des Bildungswerkes des Stadtsportbundes sind der Behandlung der Sportvereine gleichzustellen.

4.5 Sachleistungen

Im Einzelfall unterstützt die Stadt Duisburg im Rahmen ihrer technischen, personellen und finanziellen Ausstattung Vereine mit eigenen Sportstätten bei bedeutenden Unterhaltungsmaßnahmen; gefördert werden in der Regel nur solche Maßnahmen, die die Vereine vor besondere organisatorische und finanzielle Probleme stellen.
 

5. Grundbesitzabgaben

Die Stadt Duisburg trägt folgende Grundbesitzabgaben für sportlich genutzte Grundstücke:

- Grundsteuer (ausgenommen gewerblich genutzter Flächen sowie der dazugehörigen Wohn- und Lagerräume).
- Niederschlagswassergebühren
- Straßenreinigungsgebühren (inkl. Winterdienst)

Sofern keine Abwicklung direkt durch DuisburgSport erfolgt, ist von den Vereinen der Nachweis über den Gebührenbescheid und die geleistete Zahlung zu erbringen.
 

6. Investitionszuschüsse


Für Maßnahmen die unmittelbar einem sportlichen Zweck dienen und zur Aufrechterhaltung des Sportbetriebes erforderlich sind können Investitionszuschüsse gewährt werden.
Auf die gesonderten Richtlinien der Stadt Duisburg für die Gewährung von Investitionszuschüssen an Sportvereine wird verwiesen.
 

7. Zuschüsse zur Förderung von Sportveranstaltungen

Spitzen- und Breitensport können nicht losgelöst voneinander bestehen. Die Stadt Duisburg unterstützt deshalb Sportveranstaltungen der Sportvereine und Sportfachverbände. Sie geht davon aus, dass neben der Verbesserung des Freizeitwertes der Stadt auch die Selbstdarstellung der jeweiligen Sportart gefördert wird und hieraus neue Aktivitäten und Initiativen erwachsen. Die Grundlagen zur Förde-rung von Sportveranstaltungen sind gesondert geregelt. Auf die gesonderten Richtlinien wird ebenfalls verwiesen.
 

8. Stadtsportbund

Der Stadtsportbund Duisburg nimmt Aufgaben als Dachverband der Duisburger Sportvereine wahr. Die Stadt Duisburg unterstützt die Arbeit des Stadtsportbundes. Die Zusammenarbeit der Betriebsleitung DuisburgSport mit dem Stadtsportbund ist in einem Kooperationsarbeitskreis institutionalisiert.

9. Übernahme von Schirmherrschaften

Für die Übernahme von Schirmherrschaften bei nationalen und internationalen Veranstaltungen sind die vom Rat beschlossenen "Allgemeinen Richtlinien des Rates der Stadt für die Repräsentation" maßgebend.

10. Sportlerehrung

Die Stadt Duisburg ehrt jährlich auf Grundlage der "Richtlinien über Auszeichnungen für Leistungen und Verdienste auf dem Gebiete des Sports" erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler und Persönlichkeiten, die sich um den Duisburger Sport verdient gemacht haben.
Auf die gesonderten Richtlinien zur Auszeichnungen für Leistungen und Verdienste auf dem Gebiete des Sports der Stadt Duisburg wird verwiesen.

11. Schulsport

Die Stadt sieht in der Unterstützung des außerunterrichtlichen Schulsportes eine hervorragende Mög-lichkeit, auch an die Kinder und Jugendlichen heranzutreten und diese über ein gemeinsames Angebot von Schulen, Vereinen und Verbänden zum Sporttreiben zu ermuntern, die weder von Vereinen noch sonstigen Institutionen mangels Zugriffsmöglichkeit an den Sport herangeführt werden können. Gleichzusetzen ist das Interesse der Stadt, eine fachliche Förderung dieser Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, um sie dem Sport in Vereinen zuzuführen.
 

12.Stand

Beschlossen vom Rat der Stadt Duisburg am 18.05.1992, zuletzt geändert am 25.06.2012
 

 

 

Sportförderung - Entwicklungsplanung

Näheres zur Entwicklungsplanung der Sportförderung finden Sie hier in Kürze!