Kunststoffrasenspielfelder

Handlungsrichtlinie für den Bau von Kunststoffrasenspielfeldern mit Fördermitteln der Stadt Duisburg

 

1. Nachweis der Förderungsfähigkeit durch Antragsteller


Der Antragsteller muss gemäß den „Richtlinien der Stadt Duisburg zur Gewährung von Investitionszuschüssen an Sportvereine“ (siehe Anlage 1) einen Förderantrag stellen und die Fördervoraussetzungen erfüllen.


2. Prüfung der Förderungsfähigkeit durch Stadt Duisburg


Durch die Stadt Duisburg erfolgt die Feststellung der grundsätzlichen Förderungsfähigkeit. Bei einem positiven Entscheid wird dem Antragsteller mitgeteilt, welche Unterlagen beizubringen sind.


3. Vorplanung durch Antragsteller


3.1. Einschaltung eines qualifizierten Bodengutachters


spezialisiert für den Bereich Sportplatzbau, zur Erstellung eines Bodengutachtens
als Grundlage für die Umbauplanung der bestehenden
Sportanlage.


3.1.1. Anforderungen an das Bodengutachten


● Prüfung der Qualität und chemischen Belastungen der Tennendecke in Bezug auf Entsorgung.
● Prüfung der Qualität und chemischen Belastungen der dynamischen Schichte, insbesondere im Hinblick auf die Wiederverwendbarkeit für die Nutzung als Unterbau des Kunstrasens.
● Prüfung der Qualität und chemischen Belastungen der Tragschicht in Bezug auf Wiedereinbau als Unterbau Kunstrasen bzw. Entsorgung bei Nichtverwendbarkeit.
● Aussagen zur Herstellung der ungebundenen Tragschicht gemäß DIN 18035-7: 2014-10, insbesondere unter dem Aspekt der Wiederverwendung vorhandener Baustoffe (z. B. Aussagen zum vorgeschlagenen Mischungsverhältnis vorhandener Baustoffe / beizuliefernder Materialien).
● Untersuchung des kf-Wertes Baugrund als Grundlage für eine Versickerungsberechnung.



Im Anhang (Anlage 2) ist ein Muster-Leistungsverzeichnis für die Einholung eines Kostenangebotes Bodengutachten beigefügt.


Als Anlage 3 ist eine Vorschlagsliste für Bodengutachter aus dem Bereich Sportplatzbau beigefügt.


3.2. Beauftragung eines Fachplaners durch Antragsteller


mit nachweisbaren Qualifikationen im Bereich Sportplatzbau für die Erstellung eines Vorentwurfes mit Erläuterungsbericht und Kostenschätzung nach DIN 276-1 : 2008-12.


Gemäß den Richtlinien zur Gewährung von Investitionszuschüssen ist ab einer Bausumme von 100.000,00 € zwingend ein Fachplaner einzuschalten.


3.2.1. Es empfiehlt sich, den Fachplaner in einem 1. Schritt nur mit der


• Leistungsphase 1 · Grundlagenermittlung
und
• Leistungsphase 2 · Vorplanung nach HOAI zu beauftragen.


Sollte die Stadt Duisburg die Vorplanung und das Finanzierungskonzept freigeben, ist eine Weiterbeauftragung des Fachplaners vorzunehmen.


3.2.2. Anforderung an Vorplanung (Vorentwurf, Erläuterungsbericht und Kostenschätzung)


3.2.2.1. Vorentwurf (M. 1 : 200)
mit


● Darstellung des Spielfeldes mit hindernisfreien Räumen und Linierung,
● Barrieren,
● Standorte der Trainingsbeleuchtung/Flutlichtstandorten,
● ggf. vorhandenem, weiter zu nutzendem Entwässerungssystem,
● geplantem Entwässerungssystem,
● Wegeflächen mit Materialangabe,
● Ballfängen und Außenzäunen,
● ggf. Tribünenanlagen.


3.2.2.2. Erläuterungsbericht


Es werden Aussagen und Einschätzungen zum Bestand erwartet:


● Höhensituation Spielfeld (Sackungen / Gefälleausbildung)
● Zustand Randeinfassungen Spielfeld (z. B. Höhenlagen und Fluchten Kantensteine und Muldenrinnen)
● Zustand Wegeflächen um den Sportplatz (gibt es Sauberlaufzonen rund um das spätere Kunstrasenspielfeld?)
● Zustand Barrieren und Ballfänge am Spielfeldrand
● Zustand Außeneinfriedungen und Toranlagen an Zugängen
● Zustand Trainingsbeleuchtung
· vorhanden
· ausreichend
· zu erneuern
● Prüfung der Vorflut, z. B. Versickerung über Sickerschächte oder
Anschluss an den Kanal
● Prüfung des Zustandes der Leitungen zur Oberflächenentwässerung
● Prüfen des Zustandes der Drainagen
● Erläuterung des Neubaukonzeptes, basierend auf der Bestandsaufnahme und dem Bodengutachten:
· Erläuterung des technischen Spielaufbaues,
· Erläuterung des Entwässerungskonzeptes,
· Erläuterung zu Einfriedungen, Barrieren, Flutlicht etc.,
· Erläuterung des zur Ausführung vorgesehenen Kunstrasensystems,
· Aussagen zur Genehmigungsfähigkeit des Objektes - Entwässerungsgesuch - bei Neubau Flutlicht → Bauantrag Flutlicht etc.


3.2.2.3. Kostenschätzung nach DIN 276-1:2008-12


In der Kostenschätzung müssen die in der Planung und Erläuterung enthaltenen Ausbauvorschläge nachvollziehbar dargestellt sein. Die Kosten sind einschl. aller Nebenkosten für Bodengutachter, Fachplaner, Vermessungskosten etc. aufzustellen, damit das erforderliche Gesamtbudget der Maßnahme für die Stadt Duisburg erkennbar ist.


4. Prüfung der Vorplanung durch Stadt Duisburg


Die Stadt Duisburg wird die eingereichten Unterlagen prüfen.
Erst nach positiver Beurteilung der Vorplanung sollte der Verein weitergehende Maßnahmen einleiten.

5. Vorlage des Finanzierungskonzeptes durch Antragsteller


Der Antragsteller hat für die geschätzten Kosten (Ziff. 3.2.2.3) ein Finanzierungskonzept vorzulegen. Das Konzept muss enthalten: Gesamtkosten, Leistungen Dritter (z.B. Sponsoren), beantragte städtische Fördermittel und Eigenanteil des Vereins. Für die Finanzierung des Eigenanteils durch Sponsorenleistungen und/oder die Bereitstellung von Krediten müssen verbindliche Zusagen vorliegen!


6. Prüfung des Finanzierungskonzeptes durch Stadt Duisburg


Mit der Freigabe des Finanzierungskonzeptes gibt die Stadt Duisburg die Höhe der Zuschüsse bekannt.


7. Ausbauplanung durch Antragsteller


7.1. Vorgaben der Stadt Duisburg


Zur Sicherung der Qualität wird gefordert, dass das gesamte Ausbaukonzept zur Herstellung des Kunststoffbelages einschl. aller Unterbauten nach den Anforderungen der DIN 18035-7: 2014-10 erstellt wird.

Für die Entwässerungsarbeiten ist die DIN 18035-3 Berichtigung 1:2007-6 anzuwenden.


Für das Kunstrasensystem werden die zu erbringenden Qualitätsmerkmale wie folgt präzisiert:


7.1.1. Elastikschicht


Zur Dämpfung und zum Kraftabbau wird der Einbau einer Elastikschicht gemäß DIN 18035-7:2014-10 (Tabellen 8; 10 und 12) in Ortbauweise gefordert. Alternative Dämpfungssysteme in Form von Elastikmatten o. ä. werden ausdrücklich nicht akzeptiert.


Kurzbeschreibung der geforderten Parameter:

 

elastische Zuschlagstoffe: Recycling_Gummigranulat, Körnung 2/7 mm
Bindemittel: Polyurethan
Nenndicke:

30 mm, bei Grenzabweichungen von +/- 5 mm.

Der Mittelwert aller Messstellen muss mindestens 30 mm betragen.

Gefälle: < 1 %
Ebenheit:

1,00 m < 4 mm

4,00 m < 10mm

Wasserdurchlässigkeit: 2 l / 5 min



7.1.2. Kunststoffrasen


Für die reine Fußballnutzung werden von der Stadt Duisburg sand- und gummiverfüllte Beläge der Belagstypen TYP 4 bis TYP 8 gemäß Tabelle A.4 bis A.8 der DIN EN 15330-1: 2013-12 in Verbindung mit der DIN 18035-7: 2014-10 sowie eine Güteüberwachung nach RAL GZ 944 vorgeschrieben (siehe Anlage 4).


Sollte eine parallele Nutzung für Feldhockey gewünscht werden, sind Rasenbeläge der Belagstypen A.4 oder A.5 zu wählen (siehe Anlage 4).


Die Prüfzeugnisse des zum Einbau vorgesehenen Kunstrasensystems sind vor Vergabe der Bauleistungen vom Antragsteller einzureichen.


Den Vereinen wird grundsätzlich freigestellt, ob sie Beläge mit gerader oder texturierter/gekräuselter Faser auswählen.


Folgende allgemeine Parameter werden für die Auswahl des Kunststoffrasens festgeschrieben:


7.1.2.1 Kunstrasen mit gekräuselter Faser:

 

Polmaterial dem Stand der Technik entsprechend sollten nur Fasern mit 100 % PE-Anteil verwendet werden
Teilung 3/4 bis 5/16"
Stichzahl 12 Stck./ 10 cm
Noppenzahl > 12.600 Stiche/ m2
Bändchenstärke

mittlere Bändchenstärke ≥  170 µ Dicke

Garngewicht pro Einzelbändchen ≥ 2.000 dtex
Bändchenanzahl 4 Stck./ Stich
Schenkellänge mind. 38 mm gestreckt
Polschicht über Grund 880 g/m2
Flächenbezogene Masse 2.100 g/m2
Rückenbeschichtung Latex-Verfestigung ≥ 1.0000 g/m2
Kräuselung

Bei gekräuselter Faser ist nur eine texturierte Kräuselung zugelassen.

Produkte mit einer Strick-Kräuselung dürfen nicht verwendet werden.



7.1.2.2 Kunstrasen mit gerader Faser:

 

Polmaterial dem Stand der Technik entsprechend sollten nur
Fasern mit 100 % PE-Anteil verwendet werden
Teilung 3/8 bis 5/16"
Stichzahl 11 Stck./ 10 cm
Noppenzahl > 12.500 Stiche/ m2
Bändchenstärke Bändchenstärke ≥ 250 µ Dicke
Garngewicht pro Einzelbändchen ≥ 2.000 dtex
Bändchenanzahl 6 Stck./ Stich
Schenkellänge mind. 35 mm gestreckt
Polschicht über Grund > 1.000 g/m2
Flächenbezogene Masse > 2.200 g/m2
Rückenbeschichtung Latex-Verfestigung ≥ 1.000 g/m2

 


7.1.2.3 Zusätzliche Anforderungen an den Kunstrasen


• Trägermaterial
→ 2-lagig,
   1. Lage: PP-Bändchengewebe, UV-stabil,
   2. Lage: PP-Stabilisierungsgewebe oder Vlies


• Verfüllung

→ 1. Lage: Quarzsand, hydroklassiert, Körnung 0,25/1,25 mm, nach DIN EN 12620, Einfüllgewicht nach Prüfzeugnis Hersteller (ca. 20 kg/m²)
→ 2. Lage: EPDM, Neugummigranulat, Körnung > 0,5 - < 4,0 mm, Farbe grün,schwefelvernetzt gemäß DIN EN 15330-1:2012-12
   oder
   TPE-Neugummigranulat, Körnung > 0,5 - < 4,0 mm, Farbe grün, gemäß DIN EN 15330-1:2012-12
   oder
   SBR – PU Recyclinggranulat PU ummantelt. Die Umweltverträglichkeit nach DIN EN 15330-1:2013-12 ist nachzuweisen.


→ Einfüllgewichte nach Prüfzeugnis Hersteller (ca. 4 – 5 kg/m²)
    Die Verwendung von schwarzem Recyclinggranulat ist ausdrücklich nicht zugelassen.

• Einbauvorschriften


· Bei der Verlegung des Kunststoffrasens ist darauf zu achten, dass die Fugenbreite zwischen den einzelnen Bahnen bzw. zwischen eingefügter Markierung und Belag maximal eine Tuftgassenbreite haben darf.
· Die Breite des Nahtsicherungsbandes muss mindestens 30 cm betragen und den Nahtbereich etc. gleichmäßig erfassen.
· Die Verfüllung des Kunststoffrasens mit dem Quarzsand darf erst nach Überprüfung aller Nähte und Freigabe durch die Bauleitung erfolgen.
· Die Einbaumenge Sand ist über Lieferscheine vor Einbau des Gummigranulates nachzuweisen.
· Die Verfüllung des Kunststoffrasens mit Gummigranulat darf erst nach der flächigen Überprüfung der Sandstärken und Freigabe durch die Bauleitung erfolgen.


7.2. Beauftragung eines Fachplaners durch Antragsteller nach HOAI


mit den Leistungsphasen

3. Entwurfsplanung
4. Genehmigungsplanung (wenn erforderlich)
5. Ausführungsplanung
6. Vorbereitung der Vergabe
7. Mitwirkung bei der Vergabe
8. Objektbetreuung


Je nach Umfang und Qualität der Ausarbeitung der Vorentwurfsplanung kann auf die Leistungsphase 3. Entwurfsplanung nach Absprache mitDuisburgSport verzichtet werden.

7.3. Erstellung der Genehmigungsunterlagen


wie z. B. Entwässerungsgesuch, Bauantrag Flutlicht etc..
Eine Kopie des Antrages ist mit der Ausbauplanung einzureichen. Der Antragsteller ist zur Einholung aller öffentlich-rechtlichen Genehmigungen verpflichtet. Erst nach Vorlage der Baugenehmigung darf eine Vergabe der Bauleistungen erfolgen.


7.4. Ausführungsplanung


● Gesamtplan Maßstab 1 : 100 bis M. 1 : 200
● Regeldetails Randeinfassung Spielfelder, Spielfeldaufbau, Drainagen, Rohrrigolen etc.



7.5. Ausschreibungsunterlagen


7.5.1. Sport- und Landschaftsbauarbeiten


Die Sport- und Landschaftsbauarbeiten zur Erstellung des Unterbaues, einschl. der Entwässerung, sind auf jeden Fall in einer Leistungsbeschreibung darzustellen und anbieten zu lassen. Den Vereinen wird empfohlen, bei der Ausführung auf qualifizierte Firmen aus dem Bereich Sport- und Landschaftsbau zurückzugreifen, die Arbeiten in gleicher Art bereits mehrfach ausgeführt haben.


7.5.2. Kunststoffrasenarbeiten


Die Kunststoffrasenarbeiten können ausgeschrieben oder aber direkt von Kunststoffrasenherstellern angeboten werden.
Hierbei müssen jedoch die unter Pkt. 7.1. geforderten Auflagen der Stadt Duisburg zur Qualitätssicherung eingehalten werden.
Bei abweichenden Kunststoffrasensystemen behält sich die Stadt Duisburg das Recht vor, die Finanzierung der Maßnahme zurückzunehmen.


7.5.3. Trainingsbeleuchtung / Flutlichtanlage


Sollte eine neue Trainingsbeleuchtungsanlage gebaut werden, so ist diese durch einen Fachplaner zu planen und unter Fachfirmen aus dem Bereich Flutlichtbau ausschreiben zu lassen.


Sollen hingegen alte Trainingsbeleuchtungsmasten weiter verwendet werden, so hat der Verein vorher ein Standsicherheitsgutachten einzuholen. Erst wenn aus diesem Gutachten eindeutig hervorgeht, dass die alten Masten standsicher sind, dürfen diese ertüchtigt werden. Die Standsicherheit der Masten sollte für mindestens 15 Jahre gewährleistet sein.


7.5.4. Einfriedungsarbeiten


Ballfang-, Barrieren- und andere Zaunarbeiten sind ebenfalls auszuschreiben und von Fachfirmen anbieten zu lassen.


8. Prüfung der Ausbauplanung durch Stadt Duisburg


Sämtliche Ausführungsunterlagen sind der Stadt Duisburg zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Duisburg wird die Unterlagen prüfen lassen und behält sich das Recht vor, Nachforderungen aufzustellen. Erst nach positiver Beurteilung der Ausführungsplanung können die Ausschreibungsunterlagen verschickt werden.


9. Festlegung eines Auszahlungsplanes der Fördermittel durch Stadt Duisburg


Gemäß den unter Pkt. 11 geforderten Einzelabnahmen wird die Stadt Duisburg nach erfolgreicher Durchführung der Einzelabnahmen folgende Teilauszahlungen vornehmen, soweit ausreichende Finanzmittel im Haushalt bereitstehen:


1. Zahlung           30 % der Fördersumme
                         → nach örtlicher Abnahme des Entwässerungssystems
2. Zahlung           30 % der Fördersumme
                         → nach örtlicher Abnahme der Schottertragschicht Kunstrasenspielfeld
3. Zahlung           30 % der Fördersumme
                         → nach örtlicher Abnahme der Elastikschicht
4. Schlusszahlung 10 % der Fördersumme
                         → nach Endabnahme der gesamten Baumaßnahme, einschl. Prüfung der Pflegegerätschaften und Materialien


10. Umbau der Sportanlage


Die Objektbetreuung (örtliche Bauleitung), Leistungsphase 8 der HOAI, hat durch einen Fachplaner im Auftrag des Antragstellers zu erfolgen.


Die Stadt Duisburg fordert während der gesamten Bauzeit ein Betretungsrecht der Baustelle und behält sich weiterhin das Recht vor, die Bauarbeiten durch einen Mitarbeiter oder externen Sachverständigen stichpunktartig zu überwachen.


Der Baubeginn und die geforderten Einzelabnahmen sind der Stadt Duisburg mindestens 5 Werktage vorher anzuzeigen.


Die Endabnahme ist 10 Werktage vorher anzuzeigen.


11. Prüftermine Einzelabnahmen der Stadt Duisburg während der Baumaßnahme


Die Stadt Duisburg wird, vertreten durch einen technischen Mitarbeiter oder externen Sachverständigen, an folgenden Zwischenabnahmen teilnehmen:


• Abnahme Entwässerungssystem,
• Abnahme der Drain- und Sammlerstränge vor Schottereinbau, ggf. Rohrrigolen vor Verfüllung der Rigolenstränge,
• Abnahme Schottertragschicht vor Einbau der Elastikschicht,
• Abnahme Elastikschicht.


Die Termine sind rechtzeitig mitzuteilen.



12. Endabnahme der Umbaumaßnahmen


Die Stadt Duisburg wird, vertreten durch einen technischen Mitarbeiter oder externen Sachverständigen, an folgenden Endabnahmen teilnehmen:


• Sport- und Landschaftsbauarbeiten,
• Kunststoffrasenarbeiten,
• Flutlichtarbeiten,
• Einfriedungsarbeiten.


Die Termine sind rechtzeitig mitzuteilen.


13. Gewährleistung und Bürgschaften


•  Die Gewährleistungsfrist hat nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zu erfolgen. Diese beträgt 5 Jahre.
• Auftragnehmer hat dem Auftraggeber eine Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 5% der Auftragssumme zu hinterlegen. Nach Abnahme der Gesamtbaumaßnahme ist diese Vertragserfüllungsbürgschaft in eine Gewährleistungsbürgschaft umzuwandeln. Die Gewährleistungsbürgschaft hat 3% von der Schlussrechnungssumme zu betragen.
Nach Ablauf der Gewährleistung ist die Bürgschaft an den AG zurück zu geben.


14. Pflegegeräte und Qualität der Pflege


Der Antragsteller verpflichtet sich, die tägliche und wöchentliche Regelpflege des Kunstrasenplatzes nach den entsprechenden Herstellervorschriften vorzunehmen und zu dokumentieren.


Darüber hinaus ist die Durchführung einer jährlichen oberflächigen Intensivpflege des Kunstrasenplatzes sicherzustellen und zu dokumentieren. Diese kann nach Absprache durch DuisburgSport oder durch ein externes Fachunternehmen durchgeführt werden.


Im Abstand von maximal drei Jahren ist eine tiefergehende Intensivpflege einschließlich Nachfüllarbeiten durchführen zu lassen. Die Pflegearbeiten und der Materialeinsatz sind zu dokumentieren. Notwendige Nachfüllarbeiten des Sand-/Granulatgemisches kann nach Absprache durch DuisburgSport oder durch ein externes Fachunternehmen durchgeführt werden. Die Kosten für das Nachfüllmaterial trägt der Antragsteller.

Nach Fertigstellung aller Maßnahmen hat der Verein unaufgefordert, die für die Regelpflege des Kunststoffrasens vorgesehenen Gerätschaften der Stadt Duisburg vorzustellen und in einem Pflegegang vor Ort zu präsentieren.


Bei dieser Gelegenheit ist das vorzuhaltende Reservematerial Sand (ca. 1.000 kg) und Gummigranulat (ca. 250 kg) örtlich nachzuweisen.


Erst wenn die Pflegeutensilien vollständig nachgewiesen sind, erfolgt die Schlusszahlung der Stadt Duisburg.


Die Stadt Duisburg behält sich vor jederzeit die Dokumentation der Pflege einzusehen.


Anlagen
__________
Anlage 1: Richtlinien der Stadt Duisburg zur Gewährung von Investitionszuschüssen an
Sportvereine
Anlage 2: Muster-Leistungsverzeichnis für die Einholung eines Kostenangebotes
Bodengutachten
Anlage 3: Vorschlagsliste Bodengutachter aus dem Bereich Sportplatzbau
Anlage 4: Tabelle A.1 bis A.8 aus der DIN EN 15330-1:2013-12

 

Handlungsrichtlinie für den Bau von Kunststoffrasenspielfeldern mit Fördermitteln der Stadt Duisburg -
Stand: 27. Juni 2016