Regattabahn Duisburg

Aus einem Baggersee wurde eine Sportstätte von Weltruf, die Regattabahn des Sportparks Duisburg. Sie zählt zu den Sportparkanlagen der ersten Stunde. Eingeweiht wurde sie 1935 im Rahmen einer Ruderregatta.
Seitdem ist die Strecke kontinuierlich ausgebaut und verbessert worden. Anfang der 1970er Jahre entschloss man sich zum Bau eines Windschutzdammes, der dem sportlichen Wert der Anlage sehr zugute kam. Ein Meilenstein: Auf keiner anderen Strecke gibt es für die Sportler durch die seitlichen Dämme auf allen Wettkampfbahnen derart gleichmäßige Bedingungen. Selbst starker Wind und Regen erzeugen nur eine geringe Wellenbildung.
 
 

Kontinuierliche Verbesserungen

Zu den Kanurennsport-Weltmeisterschaften 1979 wurde die Anlage im Zielbereich völlig neu gestaltet:

Das ehemalige Regattahaus auf der Ostseite der Bahn wurde zum Bundes- und Landesleistungszentrum für den Kanurennsport (BLZ) umgebaut. Das BLZ dient wesentlich dazu, regelmäßige Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft durchzuführen, wie beispielsweise zur Vorbereitung auf internationale Meisterschaften und Olympische Spiele. Aber auch andere Nationen nutzen die Anlage gerne als Trainingslager

An die Stelle des alten Zielturms traten fünf neue Bootshallen, mittlerweile sind insgesamt zehn Bootshallen und zwei große überdachte Bootslagerplätze vorhanden. Der Zielturm steht seither auf der Westseite der Bahn und ist Teil der dort ebenfalls in den 70ern errichteten Tribüne. In den vier Etagen des Turmes gibt es genügend Platz für die Organisation großer Regatten. Verstärkt hat es etwa seit 2007 weitere Verbesserungen der Strecke gegeben, vor allem den Bau des Parallelkanals, der es Sportlern auch während laufender Rennen ermöglicht, an den Start zu gelangen.

Das Regattabecken ist 2.150 m lang und 130 m breit. Die Wassertiefe beträgt bis zu 8 m.
 
 
Alle technischen Installationen befinden sich auf dem modernsten Stand. Die Tribüne bietet Sitzplätze für 2.292 Zuschauer, davon sind 580 Plätze überdacht. Bei Bedarf können Zusatztribünen aufgebaut werden. Außerdem gibt es direkt vor der Tribüne Stehplätze für ungefähr 2.000 weitere Besucher. Insgesamt können 8.000 Zuschauer die Regatten von den Stehplätzen vor der Tribüne und vom anschließenden Windschutzdamm aus verfolgen. Der Pressearbeitsraum und die Restauration sind gleich neben der Tribüne. Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist gut, zudem befinden sich etwa 5.000 Parkplätze in der Nähe der Regattabahn.
 

"Stadionqualität" für bedeutende Großveranstaltungen

An keiner anderen Regattastrecke sind die Zuschauer so nah am Geschehen, der Zielbereich hat Stadioncharakter. Die Vorzüge der Duisburger Regattabahn sind international wohlbekannt, wofür auch spricht, dass nirgendwo sonst so viele Kanu- und Ruderweltmeisterschaften stattgefunden haben - zuletzt die Kanurennsport-WM 2007 und 2013.